
Laufenten sind nicht nur niedlich anzusehen, sondern auch äußerst nützliche Tiere im Garten. Besonders bekannt sind sie als natürliche Schneckenbekämpfer. Wer darüber nachdenkt, Laufenten zu halten, sollte sich jedoch gut informieren, denn auch diese robusten Enten haben spezielle Bedürfnisse. In diesem Guide erfährst du alles Wichtige – von der Haltung über die Fütterung bis hin zu praktischen Tipps aus der Praxis.
Warum Laufenten?
Laufenten stammen ursprünglich aus Südostasien und unterscheiden sich deutlich von anderen Entenarten. Sie stehen aufrecht, watscheln eher „laufend“ als schwimmend und sind sehr aktiv. Ihre größten Vorteile:
- effektive Schneckenbekämpfung (auch Nacktschnecken)
- friedliches Wesen
- relativ einfache Haltung
- gute Eierleger (ca. 150–200 Eier pro Jahr)
Voraussetzungen für die Haltung
Bevor Laufenten einziehen, solltest du einige Grundbedingungen erfüllen:
Platzbedarf:
Pro Ente sollten mindestens 10–15 m² Auslauffläche eingeplant werden. Ideal ist ein naturnaher Garten mit Wiese, Büschen und schattigen Plätzen.
Wasser:
Ein Teich ist kein Muss, aber tägliches Bade- und Trinkwasser ist unerlässlich. Eine große Wanne oder ein flaches Becken reicht aus, sollte aber täglich gereinigt werden.
Gesellschaft:
Laufenten sind sehr soziale Tiere und dürfen niemals allein gehalten werden. Mindestens zwei Enten sind Pflicht, besser ist eine kleine Gruppe.
Stall und Schutz
Laufenten brauchen einen sicheren Stall für die Nacht:
- trocken, zugluftfrei und gut belüftet
- ca. 0,5 m² Stallfläche pro Ente
- nachts unbedingt verschließen (Schutz vor Fuchs, Marder & Co.)
Eine dicke Schicht aus Stroh oder Hobelspänen sorgt für Komfort und Wärme.
Fütterung – Was fressen Laufenten?
Laufenten sind Allesfresser. Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für ihre Gesundheit:
- hochwertiges Enten- oder Wassergeflügelfutter
- Getreide (z. B. Weizen, Mais – nur in Maßen)
- Grünfutter wie Salat, Gras oder Kräuter
- Schnecken, Insekten und Würmer aus dem Garten
Wichtig: Brot ist ungeeignet und schädlich – bitte nicht füttern!
Pflege und Gesundheit
Laufenten gelten als robust, dennoch solltest du:
- regelmäßig Wasserstellen reinigen
- Stall sauber halten
- auf Parasiten achten
- bei Bedarf einen Tierarzt mit Geflügelerfahrung aufsuchen
Vorbeugend hilft ein sauberer Lebensraum mehr als jede Behandlung.
Rechtliches & Nachbarschaft
Je nach Region können Meldepflichten oder Auflagen gelten (z. B. beim Veterinäramt). Informiere dich vorab. Auch wichtig: Laufenten können laut sein – ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn ist Gold wert.
Tipps aus der Praxis
- Beete einzäunen, wenn du deine Pflanzen schützen willst
- Jungpflanzen sind besonders gefährdet
- Enten nicht hungrig in den Garten lassen
- regelmäßig den Auslauf wechseln, um den Boden zu schonen
Wir lernen also
Laufenten sind wunderbare Gartentiere mit großem Nutzen und viel Charme. Wer ihnen ausreichend Platz, Schutz und Pflege bietet, wird mit gesunden Tieren, weniger Schnecken und viel Freude belohnt. Mit der richtigen Vorbereitung ist die Haltung auch für Einsteiger gut machbar.
Laufenten halten – Das richtige Futter für gesunde Enten
Die richtige Fütterung ist ein zentraler Bestandteil bei der Haltung von Laufenten. Obwohl Laufenten als robust und genügsam gelten, benötigen sie eine ausgewogene Ernährung, um gesund zu bleiben, gut zu legen und aktiv zu sein. In diesem Beitrag erfährst du, was Laufenten fressen, welches Futter geeignet ist und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.
Was fressen Laufenten grundsätzlich?
Laufenten sind Allesfresser. In freier Umgebung nehmen sie einen großen Teil ihrer Nahrung selbst auf. Dazu gehören:
- Schnecken (auch Nacktschnecken)
- Insekten, Würmer und Larven
- Gras, Kräuter und junge Pflanzen
- Samen und Getreide
Diese natürliche Nahrung sollte jedoch immer durch zusätzliches Futter ergänzt werden.
Hauptfutter für Laufenten
Ein hochwertiges Alleinfutter für Enten oder Wassergeflügel bildet die Basis der Ernährung. Es enthält:
- ausreichend Eiweiß
- wichtige Vitamine und Mineralstoffe
- Kalzium für stabile Eierschalen
Alternativ kann auch Geflügelfutter verwendet werden, sofern es kein Kupfer enthält, da Kupfer für Enten giftig ist.
Ergänzungsfutter – sinnvoll und gesund
Zur Abwechslung und Ergänzung eignen sich:
- Getreide wie Weizen, Gerste oder Hafer (nur geschrotet oder eingeweicht)
- gekochte Kartoffeln (ungewürzt)
- Gemüseabfälle wie Salat, Gurke oder Zucchini
- Kräuter wie Löwenzahn oder Klee
Grünfutter sollte immer frisch und sauber angeboten werden.
Eiweißbedarf – besonders wichtig
Vor allem während der Legezeit, der Mauser oder bei Jungtieren ist der Eiweißbedarf erhöht. Gute Eiweißquellen sind:
- Schnecken und Insekten
- gekochtes Ei (zerdrückt, inklusive Schale)
- spezielles Legefutter
Ein Mangel an Eiweiß kann zu Legestopps oder stumpfem Gefieder führen.
Wasser – unverzichtbar beim Füttern
Laufenten müssen beim Fressen immer Zugang zu frischem Wasser haben. Sie benötigen es, um das Futter aufzunehmen und den Schnabel zu reinigen. Das Wasser sollte:
- tief genug sein, um den Schnabel einzutauchen
- täglich gewechselt werden
- sauber und frostfrei sein
Was Laufenten nicht fressen dürfen
Einige Lebensmittel sind für Laufenten ungeeignet oder sogar schädlich:
- Brot und Backwaren
- gewürzte oder gesalzene Speisen
- schimmelige oder verdorbene Lebensmittel
- Zitrusfrüchte
- Futter mit Kupferzusatz
Fütterung im Jahresverlauf
- Frühling & Sommer: viel natürliche Nahrung, Zufütterung oft geringer
- Herbst: Energiebedarf steigt, etwas mehr Getreide sinnvoll
- Winter: tägliche Fütterung notwendig, da kaum Nahrung im Auslauf vorhanden ist
Im Winter sollte das Futter leicht verdaulich und energiereich sein.
Wir lernen also
Die richtige Fütterung ist entscheidend für das Wohlbefinden deiner Laufenten. Mit hochwertigem Hauptfutter, frischem Grün, ausreichend Wasser und etwas Abwechslung bleiben die Tiere gesund und munter. Wer auf ungeeignete Lebensmittel verzichtet und den Bedarf je nach Jahreszeit anpasst, schafft die besten Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung.
Laufenten halten – Platz und Gehege richtig planen
Wer Laufenten halten möchte, sollte sich vor allem mit dem Thema Platz und Gehege beschäftigen. Laufenten sind sehr aktive Tiere, die viel Bewegung brauchen. Ein gut durchdachtes Gehege sorgt nicht nur für gesunde Enten, sondern schützt sie auch vor Stress und Gefahren.
Wie viel Platz brauchen Laufenten?
Laufenten benötigen deutlich mehr Auslauf als viele andere Geflügelarten. Als Faustregel gilt:
- mindestens 10–15 m² Auslauffläche pro Ente
- mehr Platz ist immer besser, besonders bei dauerhaftem Gehege
In kleinen, dauerhaft genutzten Flächen kann es schnell zu matschigem Boden und Pflanzenverlust kommen. Ideal ist ein großer Garten oder ein wechselnder Auslauf.
Strukturierter Auslauf – wichtig für das Wohlbefinden
Ein gutes Laufentengehege besteht nicht nur aus freier Fläche. Wichtig sind:
- Grasflächen zum Grasen
- Sträucher oder Unterstände als Schutz vor Sonne und Regen
- Versteckmöglichkeiten für ein natürliches Verhalten
- unterschiedliche Bodenstrukturen (Wiese, Erde, Laub)
Ein abwechslungsreicher Auslauf reduziert Stress und Langeweile.
Teich und Wasserstellen
Ein großer Teich ist nicht zwingend notwendig, aber Laufenten brauchen täglich Wasser zum Baden:
- stabile Wannen, Mörtelkübel oder flache Becken
- so tief, dass die Enten den Kopf eintauchen können
- täglicher Wasserwechsel, da das Wasser schnell verschmutzt
Wasserstellen sollten fest stehen, um Schlammflächen zu vermeiden.
Das Gehege sicher einzäunen
Laufenten sind zwar keine guten Flieger, benötigen aber dennoch einen sicheren Zaun:
- Mindesthöhe: ca. 80–100 cm
- engmaschiger Draht im unteren Bereich
- Zaun ca. 20–30 cm in den Boden eingraben (Schutz vor Untergraben)
Zusätzlicher Schutz durch ein stromführendes Weideband kann vor Füchsen schützen.
Stall – Rückzugsort für die Nacht
Auch bei viel Auslauf brauchen Laufenten einen Stall:
- ca. 0,5 m² Stallfläche pro Ente
- trocken, zugluftfrei und gut belüftet
- mit Stroh oder Hobelspänen eingestreut
- nachts unbedingt verschließen
Der Stall sollte möglichst nah am Gehege liegen, damit die Enten ihn gut annehmen.
Schutz vor Fressfeinden
Laufenten sind besonders nachts gefährdet. Häufige Fressfeinde sind:
- Fuchs
- Marder
- Waschbär
- Greifvögel (bei Jungtieren)
Ein sicherer Stall und ein gut gesichertes Gehege sind daher unerlässlich.
Wechselgehege – eine gute Lösung
Wer genug Platz hat, kann mit einem Wechselgehege arbeiten:
- schont den Boden
- Gras kann nachwachsen
- weniger Schlamm und Parasiten
Schon ein einfacher mobiler Zaun kann hier viel bewirken.
Wir lernen also
Ausreichend Platz und ein gut gesichertes Gehege sind die Grundlage für eine artgerechte Laufentenhaltung. Wer den Auslauf abwechslungsreich gestaltet, auf Sicherheit achtet und den Stall gut plant, schafft optimale Bedingungen für gesunde und zufriedene Enten.
Laufenten halten – Was sollte man unbedingt beachten?
Laufenten sind beliebte Gartentiere: Sie sind aktiv, zutraulich und helfen zuverlässig bei der Schneckenbekämpfung. Doch auch wenn sie als pflegeleicht gelten, gibt es einige wichtige Punkte, die man vor und während der Haltung beachten sollte. Dieser Beitrag gibt einen kompakten Überblick für Einsteiger und Interessierte.
1. Laufenten niemals allein halten
Laufenten sind sehr soziale Tiere und brauchen Artgenossen. Einzelhaltung ist nicht artgerecht und führt zu Stress.
Mindestens zwei Laufenten, besser eine kleine Gruppe.
2. Ausreichend Platz einplanen
Laufenten sind ständig in Bewegung und benötigen viel Auslauf:
- mindestens 10–15 m² pro Ente
- naturnaher Untergrund mit Gras, Erde und Schattenplätzen
- strukturierter Auslauf statt leerer Fläche
Je mehr Platz, desto gesünder und ausgeglichener sind die Tiere.
3. Sicheres Gehege & Stall
Ein gut gesichertes Gehege ist unverzichtbar:
- stabiler Zaun (mind. 80–100 cm hoch)
- Schutz vor Untergraben
- nachts in einen fuchssicheren Stall sperren
Der Stall sollte trocken, zugluftfrei und sauber sein.
4. Wasser täglich bereitstellen
Laufenten brauchen kein großes Gewässer, aber:
- jederzeit frisches Trinkwasser
- Bademöglichkeit, um Kopf und Schnabel zu reinigen
- täglicher Wasserwechsel
Ohne Wasser können Enten ihr Futter nicht richtig aufnehmen.
5. Richtige Fütterung
Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend:
- hochwertiges Enten- oder Wassergeflügelfutter
- frisches Grünfutter
- Schnecken und Insekten als natürliche Ergänzung
Kein Brot, keine gewürzten oder schimmeligen Lebensmittel.
6. Garten schützen
So nützlich Laufenten sind – sie können auch Schaden anrichten:
- Beete einzäunen
- junge Pflanzen schützen
- Enten nicht hungrig in empfindliche Bereiche lassen
Laufenten graben zwar nicht, treten aber Pflanzen nieder.
7. Gesundheit & Pflege
Laufenten sind robust, benötigen aber regelmäßige Kontrolle:
- saubere Wasserstellen
- trockene Einstreu
- Beobachtung von Gefieder, Gang und Verhalten
Bei Auffälligkeiten sollte ein Tierarzt mit Geflügelerfahrung aufgesucht werden.
8. Rechtliches & Nachbarschaft
Je nach Region gelten:
- Meldepflicht beim Veterinäramt
- Vorgaben zur Seuchenprävention
Außerdem wichtig: Laufenten können laut sein – Rücksicht auf Nachbarn nehmen.
Wir lernen also
Wer Laufenten halten möchte, sollte sich gut vorbereiten. Ausreichend Platz, ein sicheres Gehege, Artgenossen, gutes Futter und tägliche Pflege sind entscheidend. Werden diese Punkte beachtet, sind Laufenten pflegeleichte, nützliche und liebenswerte Tiere, die viel Freude bereiten.
Laufenten halten – Welche Vorschriften sind zu beachten?
Wer Laufenten halten möchte, sollte sich nicht nur mit Futter, Gehege und Pflege beschäftigen, sondern auch mit den geltenden Vorschriften. Denn Laufenten gelten rechtlich als Nutz- bzw. Geflügeltiere und unterliegen bestimmten gesetzlichen Regelungen. Diese können je nach Bundesland und Gemeinde leicht variieren.
1. Meldepflicht beim Veterinäramt
In Deutschland besteht für die Haltung von Laufenten eine Meldepflicht:
- Anmeldung beim zuständigen Veterinäramt
- Angabe der Tierart und Anzahl
- Änderungen (Zu- oder Abgang) müssen gemeldet werden
Die Meldung ist in der Regel kostenlos und dient dem Seuchenschutz.
2. Registrierung bei der Tierseuchenkasse
Zusätzlich ist eine Anmeldung bei der Tierseuchenkasse des Bundeslandes erforderlich:
- Pflicht für alle Geflügelhalter, auch Hobbyhalter
- jährlicher, meist sehr geringer Beitrag
- Voraussetzung für Entschädigungen im Seuchenfall
3. Vorschriften zur Geflügelpest (Vogelgrippe)
Laufenten unterliegen den Regelungen zur Geflügelpest:
- je nach aktueller Lage können Aufstallungs- oder Schutzmaßnahmen gelten
- Kontakt zu Wildvögeln ggf. verhindern
- Futter und Wasser dürfen nicht frei für Wildvögel zugänglich sein
Die Vorgaben können sich kurzfristig ändern und sollten regelmäßig überprüft werden.
4. Baurechtliche Vorgaben für Stall und Gehege
Auch beim Bau eines Entenstalls oder festen Geheges können Vorschriften greifen:
- kleinere, mobile Ställe sind meist genehmigungsfrei
- feste Bauten können baugenehmigungspflichtig sein
- Abstandsregeln zu Nachbargrundstücken beachten
Ein kurzer Blick in die örtliche Bauordnung oder eine Nachfrage bei der Gemeinde schafft Klarheit.
5. Tierschutzgesetz
Die Haltung von Laufenten unterliegt dem deutschen Tierschutzgesetz:
- artgerechte Unterbringung
- ausreichend Platz, Wasser und Futter
- Schutz vor Witterung und Fressfeinden
- Verbot von Einzelhaltung
Verstöße können als Ordnungswidrigkeit oder Straftat geahndet werden.
6. Nachbarschaftsrecht
Laufenten können recht laut sein. Daher gilt:
- Rücksichtnahme auf Nachbarn
- in Wohngebieten mögliche Einschränkungen
- bei Beschwerden kann die Gemeinde einschreiten
Ein offenes Gespräch mit den Nachbarn vor der Anschaffung ist empfehlenswert.
7. Haltung in Wohngebieten oder Kleingärten
In Kleingartenanlagen oder Wohnsiedlungen:
- Blick in die Gartenordnung oder den Bebauungsplan nötig
- Tierhaltung ist nicht überall erlaubt
- Genehmigung des Vereins oder Vermieters einholen
Wir lernen also
Die Haltung von Laufenten ist grundsätzlich erlaubt, aber an einige Vorschriften gebunden. Wer seine Tiere beim Veterinäramt und der Tierseuchenkasse anmeldet, die Seuchenschutzregeln einhält und auf Nachbarn Rücksicht nimmt, ist rechtlich auf der sicheren Seite. Eine kurze Vorab-Information bei den zuständigen Stellen erspart späteren Ärger.