Brokkoli – Fakten über das grüne Power-Gemüse

Brokkoli gehört zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten überhaupt und ist weltweit beliebt. Ob in der Küche, für die Gesundheit oder im Garten – das Kohlgemüse hat viele spannende Besonderheiten zu bieten.


1. Herkunft & Geschichte

Brokkoli stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum, besonders aus Griechenland und Italien.
Die Römer schätzten ihn bereits vor über 2.000 Jahren.
Von dort aus verbreitete sich das Gemüse im 16. Jahrhundert langsam nach Europa und später in die USA.


2. Ein enger Verwandter von Blumenkohl

Brokkoli gehört zur Familie der Kreuzblütler
(Brassicaceae), zu der auch gehören:

  • Blumenkohl
  • Rosenkohl
  • Kohlrabi
  • Weiß- und Rotkohl
  • Senf & Raps

Brokkoli ist botanisch gesehen eine Blütenknospe, die geerntet wird, bevor sich die gelben Blüten öffnen.


3. Brokkoli ist ein Nährstoff-Champion

Brokkoli steckt voller Vitamine, Mineralstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe. Besonders hervorzuheben:

  • Vitamin C – mehr als in einigen Zitrusfrüchten
  • Vitamin K – wichtig für Knochen & Blutgerinnung
  • Folsäure – bedeutend für Zellteilung
  • Kalium & Calcium
  • Ballaststoffe

Brokkoli hat eine sehr hohe Nährstoffdichte – viel Wirkung bei wenigen Kalorien.


4. Sulforaphan: Ein besonderer Stoff

Brokkoli enthält Sulforaphan, einen sekundären Pflanzenstoff, der in wissenschaftlichen Studien untersucht wird.
Er gilt als antioxidativ und kann Entzündungsprozesse reduzieren.
Besonders reich ist junger Brokkolisprossen an Sulforaphan.


5. Roh, gedünstet oder gekocht?

Brokkoli kann auf viele Arten zubereitet werden.
Die meisten Nährstoffe bleiben erhalten, wenn er:

  • gedünstet,
  • in wenig Wasser gekocht, oder
  • kurz angebraten wird.

Roh ist Brokkoli ebenfalls essbar und besonders vitaminreich.


6. Nutzung von Strunk und Blättern

Oft wird nur der Kopf genutzt – dabei sind Strunk und Blätter genauso essbar!

  • Der Strunk kann geschält und wie Kohlrabi verwendet werden.
  • Die Blätter sind mild, nährstoffreich und eignen sich fürs Pfannenrühren oder Salate.

Dadurch lässt sich nahezu das gesamte Gemüse verwenden.


7. Brokkoli im Garten

Brokkoli ist ein relativ pflegeleichtes Gemüse:

  • wächst am besten bei 15–20 °C,
  • braucht nährstoffreichen Boden,
  • ist resistenter gegen Kälte als viele andere Gemüse.

Ein großer Vorteil:
Nach dem Abschneiden des Hauptkopfes wachsen bei vielen Sorten kleine Seitentriebe nach, die weiter geerntet werden können.


8. Sortenvielfalt

Es gibt zahlreiche Brokkolisorten:

  • klassischer grüner Brokkoli,
  • violetter Brokkoli (Purpur-Sprossenbrokkoli),
  • italienische Sorten wie Calabrese,
  • und sogar Broccolini, eine Kreuzung aus Brokkoli und Kai-lan.

9. Kalorienarm & sättigend

Brokkoli besteht zu 90 % aus Wasser, hat aber viele Ballaststoffe.
100 Gramm enthalten:

  • nur etwa 30–35 kcal,
  • dafür viele Vitamine und Mineralstoffe.

Ideal für gesunde Ernährung und Gewichtsmanagement.


10. Brokkoli lässt sich hervorragend einfrieren

Brokkoli kann leicht blanchiert und eingefroren werden –
so bleiben Farbe, Geschmack und viele Vitamine gut erhalten.


Fazit

Brokkoli ist ein echtes Supergemüse: nährstoffreich, vielseitig, gesund und überraschend komplex.
Ganz gleich, ob als Powerfood, Küchengemüse, Gartenpflanze oder Zutat in modernen Gerichten – Brokkoli ist ein Allrounder mit vielen überraschenden Fakten.

Nach oben scrollen