Fischliebhaber stellen sich oft die Frage, ob Kabeljau oder Seelachs der bessere Fisch für ihre Gerichte ist. Beide Fischarten sind in der Küche sehr beliebt und werden häufig miteinander verglichen, doch sie unterscheiden sich in Geschmack, Textur und Verwendungsweise. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die Unterschiede zwischen Kabeljau und Seelachs, um herauszufinden, welcher Fisch tatsächlich „besser“ schmeckt – oder ob es letztlich auf den persönlichen Geschmack ankommt.
Kabeljau: Der Klassiker aus der Nordsee
Kabeljau (wissenschaftlich bekannt als Gadus morhua) ist ein Klassiker in der Fischküche, besonders in Europa und Nordamerika. Er hat eine lange Tradition als Speisefisch und wird in vielen traditionellen Gerichten verwendet.
Geschmack und Textur:
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Geschmack: Kabeljau hat ein mildes, leicht süßliches Aroma. Der Geschmack ist nicht aufdringlich, was ihn zu einem idealen Fisch für Menschen macht, die weniger stark nach Fisch schmeckende Varianten bevorzugen.
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Textur: Das Fleisch des Kabeljaus ist fest, aber zart. Es hat eine feine Struktur, die beim Garen leicht auseinanderfällt, wodurch er sich besonders gut zum Pochieren, Braten oder Grillen eignet.
Verwendung in der Küche: Kabeljau ist ein vielseitiger Fisch, der sich hervorragend für eine Vielzahl von Gerichten eignet, wie zum Beispiel:
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Fish and Chips: Der Klassiker der britischen Küche.
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Fischfrikadellen: Die milde Textur eignet sich bestens für Frikadellen.
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Fischfilets: Gegrillt oder gebraten als Hauptgericht.
Seelachs: Der preiswerte Verwandte des Kabeljaus
Seelachs, auch als „Pollack“ (Pollachius virens) bekannt, ist ein Verwandter des Kabeljaus, wird aber in der Regel etwas günstiger angeboten. Seelachs ist vor allem für seine schnelle Zubereitung und seine Vielseitigkeit beliebt.
Geschmack und Textur:
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Geschmack: Seelachs hat einen etwas intensiveren und kräftigeren Geschmack als Kabeljau. Sein Aroma ist etwas fischiger, was ihn für Liebhaber kräftigerer Fischgeschmäcker attraktiver macht. Allerdings bleibt auch der Seelachs relativ mild im Vergleich zu fetteren Fischarten.
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Textur: Das Fleisch des Seelachses ist weniger zart als das des Kabeljaus. Es ist fester und neigt dazu, beim Garen weniger auseinanderzufallen, was ihn ideal für Zubereitungen wie Grillen oder Garen auf dem Rost macht.
Verwendung in der Küche: Seelachs ist ebenfalls ein sehr vielseitiger Fisch, wird aber oft in Form von Tiefkühlprodukten oder als Fischstäbchen angeboten. Weitere Verwendungsmöglichkeiten:
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Fischstäbchen: Seelachs ist häufig der Fisch der Wahl in dieser beliebten Fast-Food-Variante.
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Eintöpfe und Suppen: Dank seiner festen Textur eignet sich Seelachs gut für Eintöpfe und Suppen.
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Grillen oder Braten: Seelachs hält beim Grillen und Braten seine Form besser als Kabeljau und kann auf verschiedene Weise zubereitet werden.
Kabeljau oder Seelachs – Was schmeckt besser?
Die Frage, welcher Fisch „besser“ schmeckt, hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab. Beide Fische haben ihre eigenen Vorzüge:
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Kabeljau wird oft von denen bevorzugt, die einen zarten, milden Geschmack und eine weiche Textur schätzen. Er eignet sich hervorragend für Menschen, die eine weniger ausgeprägte Fischnote bevorzugen und den Fisch in verschiedenen traditionellen Gerichten genießen möchten.
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Seelachs hingegen hat einen kräftigeren Geschmack, der für viele Fischliebhaber besser geeignet ist, die einen intensiveren Fischgeschmack bevorzugen. Die festere Textur macht ihn zudem robuster für Grill- und Bratmethoden.
Fazit:
Am Ende hängt es von deinem Geschmack ab. Wenn du den milden, zarten Geschmack von Fisch liebst und Wert auf eine feine Textur legst, wird Kabeljau die bessere Wahl für dich sein. Liebst du es hingegen etwas intensiver und bevorzugst einen robusteren Fisch, der sich gut für Grillen und Braten eignet, dann könnte Seelachs der bessere Fisch für deine Rezepte sein.
Beide Fische sind lecker und vielseitig und können in der Küche auf verschiedene Arten verwendet werden. Entscheide dich also nach deinen eigenen Vorlieben und den geplanten Zubereitungsarten!